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	<title>Listen Up! &#187; Un(i)kultur</title>
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		<title>Das darf doch nicht&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 14:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebes Studentenwerk M&#252;nster, eine Party &#8220;The Party&#8221; zu nennen ist eine Sache. Aber das hier&#8230;

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Studentenwerk M&#252;nster, eine Party &#8220;The Party&#8221; zu nennen ist eine Sache. Aber das hier&#8230;</p>
<p><a href='http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2008/06/20080625_wahrsteiner.jpg'><img src="http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2008/06/20080625_wahrsteiner.jpg" alt="" title="20080625_wahrsteiner" width="300" height="400" class="alignnone size-full wp-image-520" /></a></p>
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		<title>Ein bisschen Heiligkeit muss sein</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 08:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer f&#252;r den heutigen Besuch des Dalai Lamas in M&#252;nster keine Karten bekommen hat, heute aber dennoch ein bisschen Heiligkeit ins heimische Wohnzimmer holen m&#246;chte, kann das Dank der Fortschrittlichkeit des Zentrums f&#252;r Informationsverarbeitung der Uni M&#252;nster im Livestream ab 15 Uhr tun.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer f&#252;r den <a href="http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rektorat/upm.php?rubrik=Alle&#038;neu=0&#038;monat=200706&#038;nummer=08904">heutigen Besuch</a> des Dalai Lamas in M&#252;nster keine Karten bekommen hat, heute aber dennoch ein bisschen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dalai_Lama">Heiligkeit</a> ins heimische Wohnzimmer holen m&#246;chte, kann das Dank der Fortschrittlichkeit des <a href="http://www.uni-muenster.de/ZIV">Zentrums f&#252;r Informationsverarbeitung</a> der Uni M&#252;nster im <a href="http://www.uni-muenster.de/ZIV/Kommunikationssysteme/Aktuell/070913_1420_dalai_lama.html/">Livestream ab 15 Uhr</a> tun.</p>
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		<title>Na Logo</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 20:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein abstrakt-stilisiertes Logo wie das neue Emblem der Uni M&#252;nster, das vor einigen Monaten vorgestellt wurde, zieht h&#228;ufig heftige Resonanz &#8211; und oft negative &#8211; nach sich. Mit auff&#228;lligen Ver&#228;nderungen dieser Art k&#246;nnen die wenigsten Menschen etwas anfangen. Angeheizt durch politische Diskussionen – etwa, ob angesichts knapper Kassen und der Einf&#252;hrung von Studiengeb&#252;hren eine neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein abstrakt-stilisiertes Logo wie <a href="http://www.designtagebuch.de/universitaet-muenster-erhaelt-neues-logo/">das neue Emblem</a> der Uni M&#252;nster, das <a href="http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rektorat/upm.php?nummer=08938">vor einigen Monaten</a> vorgestellt wurde, zieht h&#228;ufig heftige Resonanz &#8211; und oft negative &#8211; nach sich. Mit auff&#228;lligen Ver&#228;nderungen dieser Art k&#246;nnen die wenigsten Menschen etwas anfangen. Angeheizt durch politische Diskussionen – etwa, ob angesichts knapper Kassen und der Einf&#252;hrung von Studiengeb&#252;hren eine neue <a href="http://www.ci-portal.de/index.php?id=34&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1059&#038;cHash=da156bf12b">Corporate Identity</a> f&#252;r die Uni von N&#246;ten sei – k&#246;nnen derlei Reaktionen entsprechend heftig ausfallen. Der <a href="http://web.uni-muenster.de/asta/index.php">AStA der Uni M&#252;nster</a> hatte daran regen Anteil: bezeichnete man dort das neue Logo gar als <a href="http://www.westfaelische-nachrichten.de/wna/lokales/muenster/nachrichten/?em_cnt=82692">&#8220;Strichcode&#8221;</a> und l&#228;sterte heftig aufgrund des Identit&#228;tsverlusts f&#252;r die Uni.</p>
<p><img src='http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2007/09/20070919_wwulogo_neu.jpg' width="250" alt='Das neue Logo der Westf&#228;lischen Wilhelms-Universit&#228;t M&#252;nster' /></p>
<p>Nun zieht man seitens der Studierendenvertreter nach und fordert per Massenmail und Website-Meldung die Studenten auf, &#252;ber ein neues Logo f&#252;r den AStA selbst <a href="http://web.uni-muenster.de/AStA/logoumfrage/index.php">online zu votieren</a>.</p>
<p>Der geneigte Betrachter mag nun erhoffen, dass die Studierendenaussch&#252;ssler in der Lage gewesen w&#228;ren, hier einige passende Entw&#252;rfe zu pr&#228;sentieren. Gerade die Eingebundenheit in seine Klientel sollte doch dem AStA gen&#252;gend M&#246;glichkeiten geben, hier Designtalente aus den Reihen der Studenten zu guten Ideen zu motivieren.</p>
<p>Aber was sind das nur f&#252;r katastrophale Vorschl&#228;ge! Vorhang (des Grauens) auf:</p>
<p><strong>1. Das H&#228;uschen</strong><br />
<img src="http://web.uni-muenster.de/AStA/logoumfrage/asta_haus.jpg" alt="Das H&#228;uschen" class="leftimg" />Eine fette Serifenschrift mit v&#246;llig unmotivierter Laufweite ist hier noch das kleinste &#220;bel. Ob hier wirklich jeder Student, der sich vielleicht nicht andauernd links vorm Schloss herumtreibt, die Heimat des AStAs (ein kleines H&#228;uschen vor dem Schloss eben) wiedererkennt, halte ich wirklich f&#252;r fraglich. K&#246;nnte auch eine Kirche sein. Oder zwei nebeneinander schwimmende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seemine">Seeminen</a>.<br />
Noch dazu: das .ms – sieben Jahre nach dem Platzen der New-Economy-Blase h&#228;lt der AStA der Uni M&#252;nster auf einmal Webadressen im Logo f&#252;r notwendig? Oder soll das die Anpassung ans Web 2.0 sein? Mir unverst&#228;ndlich.<br />
Man k&#246;nnte zu diesem Motiv auch einfach sagen: h&#228;sslich. Aber es kommt noch schlimmer.</p>
<p><strong>2. Der Stern</strong><img src="http://web.uni-muenster.de/AStA/logoumfrage/asta_stern.jpg" alt="Der Stern" class="leftimg" /><br />
Was f&#252;r ein dahingeklatschtes grauschwarzes Etwas soll das denn bitte sein? Als w&#228;re ein <a href="http://www.ajaxlessons.com/2006/02/16/web-20-badge-tutorial/">Web-2.0-Badge-Entwurf</a> m&#228;chtig in die Hose gegangen. Ein Vieleck mit Aufschrift, die laut AStA &#8220;MASSIG und laut&#8221; sein soll. Das ist sie, sicherlich. Aber das war&#8217;s denn auch. Mein durchschnittlicher CIP-Pool-Beratungskunde k&#246;nnte das mit Paint oder Word-Art besser. (&#220;brigens, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hxx2KcPWWZg">Paint ist gar nicht soo &#252;bel</a>, aber das nur am Rande.) Meine Damen und Herren, machen Sie sich bereit f&#252;r die Kreativit&#228;t des folgenden Entwurfs.</p>
<p><strong>3. Aktuelles AStA-Logo</strong><br />
<img src="http://web.uni-muenster.de/AStA/logoumfrage/asta_alt.jpg" alt="Aktuelles AStA-Logo" class="leftimg" />Richtig gelesen. Kein Scherz. Der AStA stellt im Logofindungsprozess sein altes Logo zur Abstimmung. Das soll wohl den basisdemokratischen Charakter dieses Votings unterstreichen. Dass hier mal was Neues hermusste, wird angesichts des d&#252;steren 90er-Jahre-Charmes der hochgezogenen Lettern des aktuellen Logos deutlich, aber die Konkurrenz ist in diesem Wettbewerb nicht schwach, sondern faktisch nicht vorhanden. im alten Logo wird wenigstens ann&#228;hernd eine Symbolik deutlich (&#8221;der AStA steht in, aber auch vor der Studierendenschaft&#8221;), die den beiden anderen Entw&#252;rfen v&#246;llig fehlt.</p>
<p>Bis zum 28. September kann noch online abgestimmt werden. Darauf, ob der AStA f&#252;r sein neues Logo nun selbst mit H&#228;me &#252;bersch&#252;ttet wird, bin ich sehr gespannt. Klar ist nur: Die Wahl ist hier, wie so h&#228;ufig, die zwischen Pest und Cholera. Herzlichen Gl&#252;ckwunsch.</p>
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		<title>It&#8217;s All Over Now, Baby Blue</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 17:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Achtung, Pathos ahead!)
Aus. Vorbei. Mehr als vier Jahre sind vergangen, und alles, besonders dies, hat nun ein Ende: Mein Mitbewohner Johannes ist bereits vor wenigen Wochen ausgezogen, nun folgt ihm meine liebe Mitbewohnerin Marion, ihrerseits nunmehr erststaatsexaminierte Juristin. Kurz nachdem wir damals begonnen hatten zu studieren – die beiden Jura, ich bekannterma&#223;en Soziologie –, eben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>(Achtung, Pathos ahead!)</small></p>
<p>Aus. Vorbei. Mehr als vier Jahre sind vergangen, und alles, besonders dies, hat nun ein Ende: Mein Mitbewohner Johannes ist bereits vor wenigen Wochen ausgezogen, nun folgt ihm meine liebe <a href="http://osterholt.org/weblog/archiv/category/mitwohnis-kleine-versprecherlein/">Mitbewohnerin Marion</a>, ihrerseits nunmehr erststaatsexaminierte Juristin. Kurz nachdem wir damals begonnen hatten zu studieren – die beiden Jura, ich bekannterma&#223;en Soziologie –, eben im zweiten Semester angelangt, zog es uns in die erste eigene Wohnung, in <em>unsere</em> WG.</p>
<p>Eine Anzeige in der &#8220;na dann&#8221; brachte den Erfolg, ein kleines, aber feines Apartement am Rande der Innenstadt M&#252;nsters war fortan unser, und der Sommer sowieso. Was haben wir gefeiert.</p>
<p><img src='http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2007/09/20070913_nadannanzeige.jpg' alt='“na dann…”-Anzeige von 2003' class="leftimg" /></p>
<p>Und ich sage: Wir waren mehr als Mitbewohner. Nicht, dass mir das nicht vorher klar gewesen w&#228;re – denn sowohl Johannes als auch Marion geh&#246;rten bereits vorher zu meinem engeren Freundeskreis – doch das muss ja nicht unbedingt klappen. Aber es hat. Und wie. </p>
<p><a href="http://farm1.static.flickr.com/165/403598992_b4fccb74cd_b.jpg"><img src="http://farm1.static.flickr.com/165/403598992_b4fccb74cd_m.jpg" alt="Lenz-Artikel von 2003" class="rightimg" /></a></p>
<p>&#220;ber all die Jahre waren wir der Anlaufpunkt f&#252;r die Exilm&#252;nsteraner unter unseren Freunden, steter Ort von verl&#228;sslich guten WG-Parties zu Ferienzeiten, schlossgartennahes Refugium mit Garten und Balkon, K&#252;che und Kaffee, wenn man mal in der Ecke war.</p>
<p>Eine WG mit Geschichte, einer bewegten sogar, mit H&#246;hen und Tiefen wie &#252;berall, mit Herz und Seele aber allem voran. Eine WG mit eigenem Lenz-Artikel (&#8221;Mit D&#246;ner und Champagner&#8221;, <a href="http://farm1.static.flickr.com/165/403598992_b4fccb74cd_b.jpg">hier</a> und <a href="http://farm1.static.flickr.com/177/403598398_8d7098914e_b.jpg">hier</a> nachzulesen) und auch sonst allem, was man brauchte. Verdammt, ich werd&#8217;s vermissen. Danke, ihr beiden.</p>
<p>Ach ja: Die neuen Mitbewohner sind auch toll. :) Ein Casting l&#228;uft grade noch&#8230;</p>
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		<title>Kein Engagement, nirgends</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 13:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein leider sehr wahres Wort zum Thema &#8220;Ehrenamtliches Engagement von Studenten&#8221; in der S&#252;ddeutschen Zeitung von heute.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/76/129852/">leider sehr wahres Wort</a> zum Thema &#8220;Ehrenamtliches Engagement von Studenten&#8221; in der S&#252;ddeutschen Zeitung von heute.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rauschgift-Omi</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 15:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit quietschenden Reifen h&#228;lt ein grauer Volkswagen vor dem Fenster meines B&#252;ros. Die Fahrerin: Eine bestimmt 70-j&#228;hrige Omi. Von dem heiklen Bremsman&#246;ver noch beeindruckt, erstaunt mich der Anblick des dahinter zum Stehen kommenden Audis noch mehr: Vier uniformierte SEK-Beamte entsteigen der Limousine und kreisen den VW ein. Zu schnell gefahren? Am Steuer eingepennt? Nein. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit quietschenden Reifen h&#228;lt ein grauer Volkswagen vor dem Fenster meines B&#252;ros. Die Fahrerin: Eine bestimmt 70-j&#228;hrige Omi. Von dem heiklen Bremsman&#246;ver noch beeindruckt, erstaunt mich der Anblick des dahinter zum Stehen kommenden Audis noch mehr: Vier uniformierte SEK-Beamte entsteigen der Limousine und kreisen den VW ein. Zu schnell gefahren? Am Steuer eingepennt? Nein. Eine Drogenrazzia, bestimmt. Die Blicke der Beamten sind d&#252;ster.</p>
<p><img src='http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2007/08/20070802_rauschgiftomi_1.jpg' alt='20070802_rauschgiftomi_1.jpg' /></p>
<p>Die Omi steigt aus und wirkt hilflos. Aber wen wundert&#8217;s, wenn man in dem Alter nochmal sieben Jahre Knast vor Augen hat, denke ich. Die Beamten stehen breitschultrig und martialisch neben der kleinen Rentnerin. Jetzt geht&#8217;s ihr an den Kragen, so viel steht fest. Die SEK-Kr&#228;fte deuten auf den Kofferraum: Aufmachen. Jetzt.</p>
<p>Die Gro&#223;mutter ergibt sich in ihr Schicksal und &#246;ffnet langsam die Klappe des Flie&#223;hecks. Mit argw&#246;hnischem Blick stehen die Beamten vor dem vermutlich gr&#246;&#223;ten Fund ihrer bisherigen Karriere. Ich sehe die Meldungen der Lokalpresse schon vor mir. &#8220;Rauschgift-Oma zur Strecke gebracht&#8221;, &#8220;Crack im Altersheim&#8221;, &#8220;Doppelherz und Kokain&#8221;, oder so was.</p>
<p>Die Dame plappert jetzt auf den bei ihr stehenden Polizisten ein. Jaja, da hilft jetzt auch kein Reden mehr. Die Ausreden kennen wir schon. Die Gewaltt&#228;ter werden immer j&#252;nger, ja, aber bei Drogen stehen die Rentner ihnen in nichts nach. Sein Kollege greift jetzt mit beiden Armen in den Kofferraum, und als sich dort nichts bewegt, klettert er beinahe ganz hinein, und zieht mit ruckartigen Bewegungen an etwas. Ein doppelter Boden, bestimmt, und darunter kiloweise Kokain in durchsichtigen Beuteln, Heroin, Crack, was wei&#223; ich. Der VW wackelt unter der ungewohnten Belastung. Die beiden verbliebenen Kollegen grinsen, scherzen, ja warum denn bitte, denke ich, das ich doch ein ernstes Thema, die Oma schwitzt bestimmt schon Blut und Wasser – da haben die M&#252;hen des Manns im Kofferraum Erfolg. Triumphierend h&#228;lt er den Fund in die Luft: Ein Ersatzreifen.</p>
<p><img src='http://osterholt.org/weblog/wp-content/uploads/2007/08/20070802_rauschgiftomi_2.jpg' alt='20070802_rauschgiftomi_2.jpg' /></p>
<p>Ein anderer Beamter hat einen Wagenheber schon in der Hand. Und binnen Minuten ist der offenbar defekte rechte Vorderreifen gegen das Ersatzst&#252;ck mit gelbem Warnhinweis ausgetauscht. Das machen wir doch gern, kein Problem, liebe Dame, bittesehr, gute Fahrt, aber direkt zur Werkstatt bitte, ja?</p>
<p>Eine neugierige Radfahrerin h&#228;lt bei den Autos an, glotzt, f&#228;hrt dann weiter. Einer der SEK-Beamten schimpft hinter ihr her. Einfach so quer &#252;ber die Stra&#223;e mit dem Fahrrad, ohne links und rechts zu gucken, das geht nunmal nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>To Boycott Or Not To Boycott</title>
		<link>http://osterholt.org/weblog/archiv/2007/07/09/to-boycott-or-not-to-boycott/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 11:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin innerlich ganz und gar zerrissen. In diesen Tagen verschickt die Uni M&#252;nster die aktuellen R&#252;ckmeldungsbescheide, nicht ohne auf den beigelegten Geb&#252;hrenbescheid, der 275 Euro f&#252;r das kommende Wintersemester einfordert, zu verzichten. Frist zur Begleichung der Forderung: der 13. Juli 2007, Vorlesungsende des Sommersemesters.
Nicht zahlen!, schreit der AStA der Uni M&#252;nster, und fordert alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin innerlich ganz und gar zerrissen. In diesen Tagen verschickt die Uni M&#252;nster die aktuellen R&#252;ckmeldungsbescheide, nicht ohne auf den beigelegten Geb&#252;hrenbescheid, der 275 Euro f&#252;r das kommende Wintersemester einfordert, zu verzichten. Frist zur Begleichung der Forderung: der 13. Juli 2007, Vorlesungsende des Sommersemesters.</p>
<p><a href="http://web.uni-muenster.de/AStA/studiengebuehren/boykott.php">Nicht zahlen!</a>, schreit der AStA der Uni M&#252;nster, und fordert alle Studierenden auf, sich an einem Boykott der Studiengeb&#252;hren zu beteiligen.</p>
<p>Das ist also die Frage. Sollte man sich als Student der Uni M&#252;nster daran beteiligen?</p>
<p>Zum Hintergrund: Ab dem Wintersemester 2007/08 erhebt die Uni M&#252;nster allgemeine Studiengeb&#252;hren in H&#246;he von 275 Euro. Entschieden hat dies der Senat der Uni <a href="http://www.radioq.de/campus/magazin.php?artikel=850">nach</a> <a href="http://radioq.de/campus/magazin.php?artikel=857">diversen</a> <a href="http://radioq.de/campus/magazin.php?artikel=804">Anl&#228;ufen</a> in einer denkbar knappen Entscheidung mit 12 zu 11 Stimmen. Vor allem aber: So wurde von den zust&#228;ndigen, demokratisch legitimierten Stellen entschieden. Dazu mag man politisch denken, was man will: Korrekt abgelaufen ist diese Entscheidung allemal.</p>
<p>Nun stellt sich der AStA der Uni M&#252;nster dagegen, und fordert den Boykott der Geb&#252;hren. Werde das bei einer Vollversammlung festgelegte Quorum von 9.600 Beteiligten erreicht, k&#246;nne man &#8220;mit dem Rektorat Verhandlungen aufnehmen, damit Studiengeb&#252;hren an der Uni M&#252;nster wieder abgeschafft werden&#8221;. Spezifiziert wird dies aber nicht. &#220;berhaupt ist zu bemerken, dass bei all dem Wirbel um den Boykott, der mit <a href="http://web.uni-muenster.de/asta/images/boykott_logo.jpg">professionell gestalteten Werbemitteln</a> unterst&#252;tzt wird, sehr unklar bleibt, wie die Erfolgsaussichten einer solchen Verhandlungsrunde &#252;berhaupt auss&#228;hen.</p>
<p>Dennoch: Wie kann man als Student den Boykott f&#252;r sich rechtfertigen?<br />
Widerstand? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam">Ziviler Ungehorsam</a>?</p>
<p>Gegen letzteres spricht folgendes Argument: Wenn man zivilen Ungehorsam als Widerstand gegen ein staatlich oktroyiertes Verhalten aufgrund von Gewissensvereinbarkeit interpretiert, muss man den Einzelnen nach seinen genauen Beweggr&#252;nden fragen.</p>
<p>Zwar wird von den Boykottbef&#252;rwortern (hier: der AStA) stets das h&#246;here Ziel einer allgemeinen Abschaffung von Studiengeb&#252;hren genannt, doch der Einzelne wird, so meine Annahme, stets nur seinen pers&#246;nlichen finanziellen Vorteil im Blickfeld haben. Die Devise lautet: Ich will nicht zahlen! &#8211; Was mit den anderen geschieht, ist den meisten freilich ziemlich egal.</p>
<p>Daf&#252;r spricht etwa die h&#228;ufig anzutreffende Aussage bereits examinierter Studenten, die nur aus verwaltungstechnischen Gr&#252;nden noch f&#252;r ein letztes Semester immatrikuliert sind, eine Beteiligung am Boykott lohne sich f&#252;r sie ja nun nicht mehr. Solidarit&#228;t, so scheint es, ist den meisten angehenden Akademikern ein Fremdwort.</p>
<p>Und auch, wenn dies immer wieder genannt wird: Eine politische Auswirkung auf andere Universit&#228;ten w&#252;rde ein erfolgreicher Boykott h&#246;chstwahrscheinlich nicht haben. Daf&#252;r stehen die politischen Konstellationen derzeit schlicht nicht g&#252;nstig. Gleichzeitig ist die Selbst&#252;bersch&#228;tzung des AStAs diesbez&#252;glich vermutlich nie gr&#246;&#223;er gewesen.</p>
<p>Der Boykott ist also moralisch kaum zu rechtfertigen. Die Situation des Einzelnen wird dennoch dazu f&#252;hren, dass voraussichtlich einige tausend Studenten ihre Studiengeb&#252;hren an den AStA &#252;berweisen. Das Quorum von knapp 10.000 Einzahlern werden sie aber kaum erreichen.</p>
<p>Aktueller Stand (Montag, 9.7.) der Einzahlungen auf dem AStA-Boykottkonto &#252;brigens: 2364.</p>
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		<title>Index This!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2007 15:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Magister-, Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit stellt den einen oder anderen ja vor nahezu unl&#246;sbare Schwierigkeiten. Von ausgepr&#228;gtem Aufschiebeverhalten und sonstigen ablenkenden Verpflichtungen abgesehen, kann aber auch die Recherche und Katalogisierung der zum Verfassen der Arbeit ben&#246;tigten wissenschaftlichen Literatur zur Verzweiflung treiben.
Die L&#246;sung lautet in solchen F&#228;llen: Literaturverwaltung! F&#252;r Windows wie f&#252;r den Mac gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Magister-, Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit stellt den einen oder anderen ja vor nahezu unl&#246;sbare Schwierigkeiten. Von ausgepr&#228;gtem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufschieben">Aufschiebeverhalten</a> und sonstigen ablenkenden <a href="http://www.radioq.de">Verpflichtungen</a> abgesehen, kann aber auch die Recherche und Katalogisierung der zum Verfassen der Arbeit ben&#246;tigten wissenschaftlichen Literatur zur Verzweiflung treiben.</p>
<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/56/136095654_d06970077a_m.jpg" alt="Books" class="leftimg" />Die L&#246;sung lautet in solchen F&#228;llen: Literaturverwaltung! F&#252;r Windows wie f&#252;r den Mac gibt es einige freie Softwareprodukte, von denen mir <a href="http://books.aetherial.net/de/">Books</a> bisher am Besten gef&#228;llt. Ansehen kann man sich die Software in einem <a href="http://www.flickr.com/photos/chicago_photo_weblog/sets/72057594118773954/">flickr-Set</a>.</p>
<p>Freeware, Umfangreiche Im- und Exportfunktionen, Universal Binary – da bleibt kaum ein Wunsch unerf&#252;llt. Ein echter Knaller ist aber das <a href="http://books.aetherial.net/de/?p=24">Einscannen von Buch-Barcodes</a> &#252;ber die in MacBooks und MacBook Pros eingebaute iSight-Kamera. Anschlie&#223;ende automatische Erfassung inklusive. Kein Witz.</p>
<p>Books ist in st&#228;ndiger Entwicklung und soll <a href="http://books.aetherial.net/de/?p=23#comment-128">schon bald</a> noch einige neue Features bieten. Ich bin sehr gespannt.</p>
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		<title>Die Wissenschaft vom Sozialen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2007 16:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
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		<category><![CDATA[münster]]></category>
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		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Schlechte Zeiten f&#252;r die Soziologie in M&#252;nster: Schon jetzt verf&#252;gt das Institut an der Scharnhorststra&#223;e &#252;ber nur vier Professuren &#8211; die Stellen der emeritierten Professoren wurden einfach nicht wieder besetzt -, aber sp&#228;testens 2009 soll es noch dicker kommen. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Geschicke des Instituts und seiner derzeit knapp 6.000 Studierenden aller sozialwissenschaftlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="rightimg" src="http://egora.uni-muenster.de/soz/admin/bindata/resolution_plakat_ifs.jpeg" alt="Finger weg!" />Schlechte Zeiten f&#252;r die Soziologie in M&#252;nster: Schon jetzt verf&#252;gt das Institut an der Scharnhorststra&#223;e &#252;ber nur vier Professuren &#8211; die Stellen der emeritierten Professoren wurden einfach nicht wieder besetzt -, aber sp&#228;testens 2009 soll es noch dicker kommen. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Geschicke des Instituts und seiner derzeit knapp 6.000 Studierenden aller sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen von nur noch 1½ Professuren gelenkt werden, wie das Rektorat der Universit&#228;t M&#252;nster beschlie&#223;en will.</p>
<p>Auf der <a href="http://egora.uni-muenster.de/soz/studieren/resolution.shtml">Seite des Instituts</a> hei&#223;t es daher: </p>
<blockquote><p>Die seit Jahren zu beobachtende schrittweise personelle Dezimierung des Faches Soziologie in M&#252;nster hat inzwischen zu einer massiven Verschlechterung der Studienbedingungen durch &#252;berf&#252;llte Seminare und zu einer kaum noch zumutbaren Pr&#252;fungsbelastung der Lehrenden gef&#252;hrt. Das konterkariert alle Argumente f&#252;r eine „Verbesserung der Lehre“ durch die Einf&#252;hrung von Studiengeb&#252;hren.</p></blockquote>
<p>Und weiter:</p>
<blockquote><p>Gerade heute, wo allenthalben von unver&#228;nderlichen „Sachzw&#228;ngen“ und &#246;konomischen Erfordernissen die Rede ist, scheint der kritische Stachel einer Soziologie, die sich als „St&#246;renfried“ im eingespielten gesellschaftlichen Funktionsgef&#252;ge versteht, unverzichtbar. Eine freiheitliche Gesellschaft erkennt man auch daran, wie viel Soziologie sie sich leistet.</p></blockquote>
<p>Als in der Vergangenheit von &#252;berf&#252;llten Seminaren und Vorlesungen Betroffener kann ich mich diesen Einsch&#228;tzungen nur anschlie&#223;en und darf hiermit empfehlen, die Online-Resolution per <a href="http://egora.uni-muenster.de/soz/studieren/petition/index.php">Eintrag in die Unterschriftenliste</a> zu unterst&#252;tzen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wie ich sehe, kommt der Stein ist Rollen: knapp 500 Unterschriften am ersten Tag; Feedback auf so bekannten und lesenswerten Blogs wie dem <a href="http://www.y-design.de/cms/tguenther.de/wordpress/index.php">Sozlog</a> von Tina G&#252;nther – Super. Das wird ein hei&#223;er Fr&#252;hsommer.</p>
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		<title>Es ist furchtbar, aber es geht.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2007 16:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
				<category><![CDATA[Un(i)kultur]]></category>
		<category><![CDATA[soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich zuf&#228;llig einen Dozenten im Institut getroffen, der noch eine Hausarbeit von mir zur Korrektur vorliegen hat. Folgendes Gespr&#228;ch entspann sich:
Student: Hallo, haben sie meine Hausarbeit schon korrigiert?
Dozent: Ja, ach ja, wollen Sie eben mitkommen, dann sag&#8217; ich Ihnen noch was dazu.
Student: Okay.
Im B&#252;ro angekommen, bl&#228;tterte der Dozent wild in der Arbeit herum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich zuf&#228;llig einen Dozenten im Institut getroffen, der noch eine Hausarbeit von mir zur Korrektur vorliegen hat. Folgendes Gespr&#228;ch entspann sich:</p>
<blockquote><p>Student: Hallo, haben sie meine Hausarbeit schon korrigiert?<br />
Dozent: Ja, ach ja, wollen Sie eben mitkommen, dann sag&#8217; ich Ihnen noch was dazu.<br />
Student: Okay.</p></blockquote>
<p>Im B&#252;ro angekommen, bl&#228;tterte der Dozent wild in der Arbeit herum und meinte:</p>
<blockquote><p>Dozent: Also, ich muss schon sagen, hier ist das alles zu lang geraten &#8230; und hier, was haben Sie denn hier gemacht&#8230; &#8211; an der Stelle h&#228;tten Sie au&#223;erdem noch&#8230; &#252;berhaupt ist da insgesamt zu bemerken&#8230; auch in Zukunft sollten Sie wirklich mehr darauf achten, &#8230; [...]</p></blockquote>
<p>Mit jeder &#196;u&#223;erung wurde ich kleiner und kleiner und wagte kaum, den Schein anzusehen.</p>
<p>Zu Unrecht. Note: 1,0.</p>
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