Ganz unten, ganz spät

Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich am vergangenen Sonntagmorgen nur über Umwege nach Hause kam von der äußerst gelungenen Campusradio-Preisverleihung? Die verspätete U-Bahn in Bochum, der verpasste Anschlusszug nach Münster (über Wanne-Eickel)? Der Trugschluss, von Hamm aus - so gegen 2 Uhr nachts - bessere Chancen zu haben, noch nach Münster zu gelangen? Der allumfassende Eindruck der Ernüchterung (obwohl, das noch nicht) beim Anblick des Hammer Fahrplans (RB nach Münster - 6.20 Uhr)? Das Gefühl des Gestrandedseins am verlassenen Bahnhof in Hamm? Die Manifestation dieses Gefühls beim Anblick des neben mir schnarchenden Chinesen? Dieses Bewusstsein des - zumindest temporär - ganz-unten-angekommen-Seins?
Gut, dass es Familie gibt, die einen auch spätnachts nicht vergisst.

Ich hoffe diese Grenzerfahrung ist für dich so wertvoll, dass ich nicht übermäßig viele Schuldgefühle haben brauche, dir den Platz im Auto weggeschnappt zu haben. Aber ich komme nicht umhin zu sagen: “Es tut mir leid!”
Stephan am 13. November 2007 um 10:59 Uhr
“So wertvoll wie ein kleines Steak”, in etwa. Abgesehen davon hattest du dich mit deiner sonntäglichen SMS schon mehr als entschuldigt, also: kein Problem. :)
Dominik am 13. November 2007 um 11:02 Uhr
Ihr seid großartig! :-)
Lütti am 13. November 2007 um 12:03 Uhr
Vielleicht war es auch ein Koreaner!
Hottinho am 15. November 2007 um 21:57 Uhr