Ganz unten, ganz spät



Der schlafende Chinese in Hamm

Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich am vergangenen Sonntagmorgen nur über Umwege nach Hause kam von der äußerst gelungenen Campusradio-Preisverleihung? Die verspätete U-Bahn in Bochum, der verpasste Anschlusszug nach Münster (über Wanne-Eickel)? Der Trugschluss, von Hamm aus - so gegen 2 Uhr nachts - bessere Chancen zu haben, noch nach Münster zu gelangen? Der allumfassende Eindruck der Ernüchterung (obwohl, das noch nicht) beim Anblick des Hammer Fahrplans (RB nach Münster - 6.20 Uhr)? Das Gefühl des Gestrandedseins am verlassenen Bahnhof in Hamm? Die Manifestation dieses Gefühls beim Anblick des neben mir schnarchenden Chinesen? Dieses Bewusstsein des - zumindest temporär - ganz-unten-angekommen-Seins?

Gut, dass es Familie gibt, die einen auch spätnachts nicht vergisst.




Grandiose 4 Kommentare zu “Ganz unten, ganz spät”

  1. Ich hoffe diese Grenzerfahrung ist für dich so wertvoll, dass ich nicht übermäßig viele Schuldgefühle haben brauche, dir den Platz im Auto weggeschnappt zu haben. Aber ich komme nicht umhin zu sagen: “Es tut mir leid!”

  2. “So wertvoll wie ein kleines Steak”, in etwa. Abgesehen davon hattest du dich mit deiner sonntäglichen SMS schon mehr als entschuldigt, also: kein Problem. :)

  3. Ihr seid großartig! :-)

  4. Vielleicht war es auch ein Koreaner!

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