When You’re Down and Out



Es ist zutiefst traurig, was mancher Künstler aus seinem Talent macht. Wohin manchen Musiker die Karriere verschlägt, macht doch immer wieder sprachlos. Nein, ich rede nicht von zusammengecasteten “Morgen-schon-C-Promi”-Typen, sondern von einer, die vor Jahren noch - freilich leicht ins Ohr gehende - gitarrenbetonte Songs mit elfengleicher Leichtigkeit aus dem Ärmel schüttelte und ihr Publikum mit Anmut und Eleganz in Musik und Erscheinung verzauberte.

Island, Winterblue, Sugar, Verona – alles großartige kleine Songs, die den grauen Herbsttag so richtig zum Leuchten bringen konnten. In letzter Zeit waren ihre Platten jedoch merkwürdig gesichtslos, von grauer Einfältigkeit vielleicht noch nicht, ohne die alte Leuchtkraft indes jedoch.

Und jetzt das. Zusammen mit André Tanneberger, auch bekannt als ATB – ein unhörbares, nichtsnutziges Quasi-One-Hit-Wonder aus den Neunzigern -, drischt da ein sich unverfroren gegen den Zeitgeist stemmendes musikalisches Etwas namens “Renegade” in die UKW-Kanäle, zu dem Mrs. Nova glasdünne Vocals beisteuert. Ein Verbrechen, um es gelinde auszudrücken. Ach was. Noch schlimmer, eigentlich.

Ich könnte jetzt das Video hier einbetten… aber, nein, sowas kommt mir nicht ins Blog. Verlinkung muss reichen. Uuah, mich schüttelt’s.

Da gibt’s keine Entschuldigung, das ist kein Ausrutscher, das ist schlicht und einfach furchtbar. Und traurig zudem. Auf Wiedersehen, Heather Nova.




Grandiose 2 Kommentare zu “When You’re Down and Out”

  1. die letzte platte konnte doch auch schon nix.

  2. Sag ich doch.

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