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	<title>Kommentare zu: Trauer 2.0</title>
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	<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 16:26:10 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Hendrik</title>
		<link>http://osterholt.org/weblog/archiv/2007/02/16/trauer-20/#comment-9026</link>
		<dc:creator>Hendrik</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2007 14:37:50 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, es soll jeder Einzelne im Rahmen der Gesetze so trauern, wie er es f&#252;r sinnvoll h&#228;lt. Das hei&#223;t aber nicht, dass man die unterschiedlichen Trauerarten, die es gibt,  nicht f&#252;r sich beurteilen kann und sich ggfs. auch dar&#252;ber erhebt. Ich finde es stillos, wenn im kirmesbunten StudiVZ kondoliert wird. Einen Klick entfernt von Saufbildern und Witzgruppen. (Genausowenig halte ich &#252;brigens vom &#246;ffentlichen Kondolieren im Todesanzeigenteil der Zeitung.) Wenn der Tod real ist, sollte die Trauer nicht virtuell stattfinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es soll jeder Einzelne im Rahmen der Gesetze so trauern, wie er es f&#252;r sinnvoll h&#228;lt. Das hei&#223;t aber nicht, dass man die unterschiedlichen Trauerarten, die es gibt,  nicht f&#252;r sich beurteilen kann und sich ggfs. auch dar&#252;ber erhebt. Ich finde es stillos, wenn im kirmesbunten StudiVZ kondoliert wird. Einen Klick entfernt von Saufbildern und Witzgruppen. (Genausowenig halte ich &#252;brigens vom &#246;ffentlichen Kondolieren im Todesanzeigenteil der Zeitung.) Wenn der Tod real ist, sollte die Trauer nicht virtuell stattfinden.</p>
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		<title>Von: matthias</title>
		<link>http://osterholt.org/weblog/archiv/2007/02/16/trauer-20/#comment-9023</link>
		<dc:creator>matthias</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Feb 2007 20:00:34 +0000</pubDate>
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		<description>ich meine: ja. 
viel mehr noch: auf jeden fall.
trauer ist eine schwierige geschichte. jeder, der schon mal jemanden verloren hat wei&#223; das. wohin mit sich und seinen gef&#252;hlen? 
oftmals ist man noch nicht einmal in der lage die gef&#252;hle zu benennen. also macht man sich auf die suche nach gleichgesinnten. menschen, die wissen was man f&#252;hlt, weil sie das selbe durchleben. genau das geschieht im studivz. geh&#246;rt man zur familie findet man dort trost und gemeinschaft, ist man jedoch nur einer von vielen freunden ohne famili&#228;re anbindung f&#228;llt die trauerarbeit schwer.
so geht es also letztlich nicht darum dem verstorbenen einen "letzten didigtalen gru&#223; zu hinterlassen", auch wenn sie als solche formuliert werden, sondern vielmehr darum seiner trauer &#252;berhaupt ausdruck zu verleihen und auch zu sehen, dass es anderen menschen &#228;hnlich geht.
trauer ist sehr individuell, weshalb ich ein erheben dar&#252;ber und die frage "ob das angemessen" oder "richtig" sein kann vermessen finde. 
was spricht dagegen? jeder hat das recht dort trost zu finden, wo er ihn vermutet. manche weinen tage lang, andere gar nicht. trauern nur die richtig, die es auch nach au&#223;en tragen, oder eben genau anders herum?
jeder, der so trauert, dass er den verlust verkraften kann, trauert richtig. nichts anderes z&#228;hlt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich meine: ja.<br />
viel mehr noch: auf jeden fall.<br />
trauer ist eine schwierige geschichte. jeder, der schon mal jemanden verloren hat wei&#223; das. wohin mit sich und seinen gef&#252;hlen?<br />
oftmals ist man noch nicht einmal in der lage die gef&#252;hle zu benennen. also macht man sich auf die suche nach gleichgesinnten. menschen, die wissen was man f&#252;hlt, weil sie das selbe durchleben. genau das geschieht im studivz. geh&#246;rt man zur familie findet man dort trost und gemeinschaft, ist man jedoch nur einer von vielen freunden ohne famili&#228;re anbindung f&#228;llt die trauerarbeit schwer.<br />
so geht es also letztlich nicht darum dem verstorbenen einen &#8220;letzten didigtalen gru&#223; zu hinterlassen&#8221;, auch wenn sie als solche formuliert werden, sondern vielmehr darum seiner trauer &#252;berhaupt ausdruck zu verleihen und auch zu sehen, dass es anderen menschen &#228;hnlich geht.<br />
trauer ist sehr individuell, weshalb ich ein erheben dar&#252;ber und die frage &#8220;ob das angemessen&#8221; oder &#8220;richtig&#8221; sein kann vermessen finde.<br />
was spricht dagegen? jeder hat das recht dort trost zu finden, wo er ihn vermutet. manche weinen tage lang, andere gar nicht. trauern nur die richtig, die es auch nach au&#223;en tragen, oder eben genau anders herum?<br />
jeder, der so trauert, dass er den verlust verkraften kann, trauert richtig. nichts anderes z&#228;hlt.</p>
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