Breslauer Verpeilung mit Folgen
Wer billig fliegt, hat Glueck oder informiert sich gut. Wer in der Lage ist, sich gut zu informieren, wird in aller Regel nicht als “verwirrt” oder “verpeilt” betitelt. So – eigentlich – auch ich.
Nun ist es aber so weit, ich werde alt. Mein Flugticket – bei Wizzair nur ein simpler Computerausdruck meiner Buchung – war in Bezug auf die Abflugzeit eigentlich sehr eindeutig: 10 Uhr stand da. Im Nachhinein ist mir auch voellig schleierhaft, warum ich nach einmaligen Draufgucken fest davon ueberzeugt war, um 11 Uhr abzufliegen. Wie auch immer – da stehe ich also am Flughafen und merke, alle Passagiere sind eingecheckt, das Boarding hat laengst begonnen. Keine Chance mehr, mitzufliegen. Ups.
Tja. Zum Glueck gibt’s bei dieser sympathischen Airline einen “Missed Flight”-Tarif, der es einem ermoeglicht, zu einem verguenstigten Neubuchungspreis mitzufliegen. Im Klartext: Nochmal 40 Euro blechen statt 160. Schon sehr nett, irgendwie. Ach so, der naechste Flug geht natuerlich erst in 2 Tagen. Und da geht’s dann los: Termine absagen, Entschuldigungsmails schreiben, und sich bei jeder einzelnen ueber sich selbst aergern.
Andererseits ist das hier schon eine sehr schoene Stadt. Ich hatte eine gute Zeit. Meine Grosseltern freuen sich ueber 2 weitere Tage des Enkel-Verhaetschelns und grinsen ueber meine Verpeiltheit. Zu Recht.
Am Freitag muss ich arbeiten, habe ich vorhin erfahren. Am Mittwoch MUSS es also klappen. Man druecke mir die Daumen…

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