Semesterpause



Was tun und treiben
Sie eigentlich in dieser großen Zeit?
Ich sage: groß:
Denn alle Zeiten scheinen mir groß,
Wo sich der Einzelne zuletzt,
auf gar nichts stehend als auf seinen eigenen Beinen,
dazu vom Zeitengeist halbtotgehetzt,
besinnen muss, ob nolens oder volens,
auf nichts geringeres als eben SICH!
Die Pause eines bloßen Atemholens
Genügt bisweilen -
Sie verstehen mich.

Peter Gan, 1935

Schöne Semesterferien wünsche ich.




Grandiose 2 Kommentare zu “Semesterpause”

  1. Auf jeden Fall ist die Freude über die SEMESTERferien nicht mehr die gleiche wie über SCHULferien. Damals einfach nur Befreiung, endlose sechs Wochen des (herrlichen, gutes Gewissens-) Nichtstuens. Heute eine Zeit des strukturlosen Hausarbeitenvorsichherschiebens und Alltagmeisterns. Und die Ferien dauern sieben Wochen und gelten als kurz. Und wer ist überhaupt Peter Gan?

  2. Da hast du wohl leider Recht. Ich erinnere mich auch an das freudige Nach-Hause-kommen in den Stufen 5 - 12 (wobei das mit fortschreitender Zeit immer weniger wurde), an das befreiende Aufs-Bett-springen, begleitet vom Jubelschrei. Und Peter Gan hieß eigentlich Richard Möhring, falls dir das weiterhilft. :)

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